Das Reglement


Was ist Orientierungsreiten?

 

„TREC“ ist vor gut 30 Jahren in Frankreich mit dem Ziel entstanden, professionelle Wanderreit-Führer auszubilden und zu qualifizieren. Daher kommt auch die Abkürzung TREC aus dem Französischen - Techniques de Randonnée Equestre de Compétition.

 

In Österreich werden Wettbewerbe im Orientierungsreiten nach den Regeln der Internationalen Föderation für Pferdesport- Tourismus - FITE abgehalten.

 

In diesem kombinierten Bewerb geht es um die „Techniken des Wanderreitens“. Die TeilnehmerInnen müssen sich mit Karte, Kompass und Pferd im Gelände orientieren und mit ihren Pferden geländebezogene Aufgaben absolvieren, die Rittigkeit, Geschicklichkeit, Gehorsam und Vertrauen vom Pferd-Reiter-Paar abverlangen.

Wettbewerbe im Orientierungsreiten und im Orientierungsfahren stehen allen pferdebegeisterten Menschen offen, jung wie alt, unabhängig von der Pferderasse und der Reitweise. 

 

Bei kaum einer anderen Sportart wird man daher ein solch buntes Bild an verschiedenen Pferderassen und Reitern vorfinden. Trotz Wettkampf und Konkurrenz soll dabei jedoch der kamerad-schaftliche und partnerschaftliche Aspekt nicht verloren gehen! 

 

Dieser vielseitige Sport verlangt sowohl dem Reiter als auch dem Pferd viel ab - es sollte nicht unterschätzt werden wie umfang-reich und auch anstrengend der Bewerb ist. 

 

Dennoch ist es gerade diese Kombination verschiedener Bewerbe, die den besonderen Reiz am Orientierungsreiten ausmacht.


Der Wettbewerb

 

Der Wettbewerb selbst setzt sich aus 3 verschiedenen Prüfungen zusammen:

 

1. Teilbewerb: P.O.R.

 

Das Kernstück der kombinierten Prüfung ist der Orientierungsritt mit Tempovorgaben P.O.R. („Parcours d’ Orientation et de Régularité“). Diese Prüfung beginnt im „Kartenraum“, wo eine Wegstrecke von der offiziellen Vorlagenkarte in die eigene Karte übertragen werden muss. Danach geht es auf die Strecke, die abschnittsweise in einem vorgegebenen Tempo zu bewältigen ist.

 

Neben der Orientierung nach Karte in fremdem Gelände ist die besondere Herausforderung, zu jedem Zeitpunkt möglichst genau die Durchschnittsgeschwindigkeit einzuhalten. Dazu gehören viel Tempogefühl, ständige Konzentration, Erfahrung und natürlich auch Training.

 

2. Teilbewerb: M.A.

 

Nach einer Verfassungsprüfung steht die Rittigkeitsprüfung M.A. („Maîtrise des Allures“) auf dem Programm. Hier müssen die Pferde in einer zwei Meter breiten Gasse 150 Meter geradeaus im Galopp so langsam und im Schritt so schnell wie möglich vorgestellt werden.

 

3. Teilbewerb: P.T.V.

 

Die letzte Teilprüfung ist ein Geländeritt - P.T.V. („Parcours en Terrain Varié“), in dem sich Naturhindernisse und Geschicklichkeitsaufgaben finden, wie z.B. das Überspringen eines Baumstammes und/oder einer Hecke, das Durchquerung einer Furt, steile Auf- und Abstiege im Sattel oder an der Hand, Überwinden eines Grabens, Öffnen und Schließen eines Tores, usw..

 

Beurteilt wird die harmonische und flüssige Bewältigung der gestellten Aufgabe.

Höchste Konzentration beim Kartenzeichnen
Höchste Konzentration beim Kartenzeichnen
Beate unterwegs mit Heino
Beate unterwegs mit Heino

Referentin Orientierungsreiten Kärnten

Beate Cekoni-Hutter

cekoni@tierarzt-ferlach.at


Landesfachverband für Pferdesport in Kärnten  • Referat Orientierungsreiten • Anzengruberstraße 37 • 9020 Klagenfurt office@orientierungsreiten-kaernten.com

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